Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten.


Die Bibel, Prophet Jesaja, Kapitel 53, Vers 5

Strafe muss sein, sagt ein Sprichwort. Justitia wacht darüber, dass Gesetzesübertreter zur Verantwortung gezogen werden. Ob Steuerhinterzieher oder alkoholisierte Autofahrer, ob Datenklau oder sexueller Missbrauch – vor dem Gesetz sind alle gleich: Strafe muss sein.

Damit in einem Staat ein (halbwegs) kultiviertes Zusammenleben möglich ist, braucht es Gesetze.
Die müssen eingehalten werden. Keine Gemeinschaft kommt ohne verbindliche Spielregeln aus.
Jede Ehe, jede Familie, jede Firma, jeder Verein braucht Ordnungen, die das zusammen leben und miteinander arbeiten ermöglichen. Verstöße führen zu Konflikten, führen sogar zu Sanktionen. Bis hin zum Ausschluss aus der Gemeinschaft.

Strafe muss sein, sagt die Bibel. Gott wacht darüber, dass Gesetzesübertreter zur Verantwortung gezogen werden. Ob Verleumdung eines Mitmenschen oder Verachtung der eigenen Eltern, ob Habgier oder Totschlag – vor Gott sind alle gleich: Strafe muss sein.

Doch Gott ist kein gnadenloser Richter, sondern ein liebender Vater. Gottes Gesetze sind kein Paragraphenwerk, sondern Gebote. Angebote. Gott bietet seine Lebensordnungen an, damit Leben und Arbeiten so gelingt, wie er es sich wünscht: getragen von Liebe. Seine Vorstellungen von Liebe sind geben statt nehmen, sind vergeben statt rächen, sind Wahrheit statt Lüge, sind heilen statt verletzen.

Doch Strafe muss sein, sagt Gott, der liebende Vater. Er sagt das zu seinem Sohn, Jesus Christus. Der soll die Haftung übernehmen für alle Menschen. Für alle Übertretungen seiner Gebote. Für alle Missachtung seiner Angebote. Die Antwort des Sohnes? Ja. (Er liebt Sie!)

Jesus Christus übernimmt an Karfreitag freiwillig diese Haftung. Er übernimmt die Strafe durch Tod am Kreuz.

Stellen Sie sich einmal diese Schlagzeilen vor: „Staatsanwalt übernimmt freiwillig Strafe für Bankräuber: 10 Jahre Knast.“ Undenkbar! Oder: „Polizist übernimmt freiwillig Fahrverbot für Promillesünder!“. Ein Wunschtraum für Einige. Oder: „Steuerfahnder greift selbst in die Tasche. Steuersünder kann Nachzahlung verjubeln!“ Eine Illusion.

„Die Strafe liegt auf ihm, Jesus, auf dass wir Frieden hätten.“ Realität. Grund zum Jubeln. Danke, Gott. (hpn)

Eine von Gottes Frieden erfüllte Passions- und Osterzeit wünscht Ihnen die Nord-Ost-Gemeinde.