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Reinige mich von meiner Schuld, dann bin ich wirklich rein; wasche meine Sünde
ab, und mein Gewissen ist wieder weiß wie Schnee.
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Das Sturmtief Daisy hat nicht allen ein Stimmungshoch beschert: auf Flughäfen und Bahnhöfen wurde manchem Urlauber viel Geduld abverlangt. Staus und Schneeverwehungen nervten Autofahrer. Katastrophenalarm an der Ostseeküste. Glücklich über den vielen Schnee waren wohl nur Wintersportler, Kinder mit Schlitten und jene Schüler, die sich über einen weiteren schulfreien Tag freuen konnten.
Schnee hat vor langer Zeit auch David, König von Israel, beschäftigt. Der Mann hatte keine weiße Weste mehr. Sein Problem hieß nicht Daisy, sondern Bathseba und war die Frau eines seiner engsten und treuesten Mitarbeiter. Diesem Mann spannt er heimlich die Frau aus, schwängert sie. Um den Seitensprung und dessen Folgen zu vertuschen, scheut David nicht einmal vor einem Auftragsmord zurück. Er lässt seinen Mitarbeiter, der an vorderster Stelle für ihn kämpft, über die Klinge springen.
So was lässt Gott nicht kalt! Gott schickt ihm den Propheten Nathan. Und Nathan fährt mit David ganz gehörig Schlitten. Klar und deutlich kommt die Schuld zur Sprache. Sünde wird Sünde genannt. Und das hat jetzt Konsequenzen für David. Bittere Konsequenzen. Da beginnt David die Tragweite seiner Taten zu begreifen.
Im 51. Psalm hat David ein Buß-Gebet niedergeschrieben. Es ist die Bitte um Vergebung. David weiß, dass er den angerichteten Schaden nicht mehr gutmachen kann. Er sieht, dass er mit seiner Schuld auch nicht mehr leben kann. Seine Gewissensbisse treiben ihn um. Vermutlich Tag und Nacht. Und da bittet er Gott um Vergebung: „Reinige mich von meiner Schuld, dann bin ich wirklich rein; wasche meine Sünde ab, und mein Gewissen ist wieder weiß wie Schnee.“ Seine Schuld klebt an ihm, wie Schmutz. Sein Gewissen plagt ihn.
David übernimmt Verantwortung für das, was er getan hat. Er windet sich nicht raus oder macht die Umstände für seine Tat verantwortlich. Er bekennt sich zu seinen Fehlern und bittet Gott um Vergebung. Er weiß, dass er letztlich Gott verantwortlich ist. Und er weiß, dass nur Gott allein sein Gewissen wieder entlasten kann. Nur er kann wirklich vergeben.
Jesus Christus hat uns im Vaterunser eine Kurzbeichte als Glaubens- und Lebenshilfe gegeben: „Vergib uns unsere Schuld...“, dürfen wir beten. Das kann der Einstieg sein für die befreiende Erfahrung, dass bei Gott Vergebung und ein Neuanfang möglich ist. Egal, wie groß oder klein die Schuld ist. Jesus hat am Kreuz für unsere Schuld gebüßt. Das Blut Jesu macht uns rein von aller Sünde (1. Johannesbrief, Kap. 1, Vers 7b). Die Schuld ist bezahlt, damit wir wieder eine schneeweiße Weste vor Gott haben können. Wer das dankbar annehmen kann, für den sind Schuld und Sünde Schnee von gestern. (hpn)
Eine gute Woche und Gottes Segen wünscht Ihnen die Nord-Ost-Gemeinde.
