Fam. Braun, Südafrika

Die Nord-Ost-Gemeinde unterstützt seit 2011 die Arbeit von Thomas und Rebekka Braun in Südafrika. Zuvor war Rebekka Braun Leiterin unseres Kindergartens. Jetzt sind Rebekka und ihr Mann von der VDM (Vereinigte Deutsche Missionshilfe) nach Dundee in Südafrika ausgesandt. Dundee ist ein kleiner Ort 3 1/2 Autostunden im Landesinnern von Durban entfernt. Beide sind von Beruf Erzieher und leben dort in einer christlichen Kommunität mit mehreren Familien. Melusi, so der Name ihrer Missionsstation, ist ein Wort aus der Sprache der Zulus und bedeutet "Hirte". Thomas und Rebekka Braun haben 3 Kinder: Lea-Marie, Salome Luise und Jonathan Paul. Familie Braun berichtet in ihren Freundesbriefen sehr eindringlich von ihrer Arbeit in Mission und Township, manchmal amüsant, manchmal hoffnungsvoll, manchmal traurig, dass man so wenig ändern kann. Thomas Braun beschreibt die Arbeit in Melusi im folgenden in Stichworten:

Melusi hat folgende Arbeitszweige:

Residents Work: Obdachlose Männer erhalten in Melusi Unterkunft. Ich baue, repariere und arbeite mit ihnen hier auf dem Gelände. Einige arbeiten im Garten, andere bei kleinen Bauprojekten, andere helfen mit, das Melusi-Gelände zu pflegen. Dabei lehre ich sie oder stärke sie bei dem, was sie können. Oft reden wir auch über Sorgen oder Probleme, über ihre Vergangenheit und über den Glauben. Diese Arbeit mit den Residents ist meine Hauptaufgabe hier in Melusi. Die Männer haben hier die Möglichkeit ihr Leben Gott zu übergeben und neu zu beginnen.

Food for Work: Einheimische können im Melusi-Gemüsegarten arbeiten. Als Lohn gibt es ein Essenpaket. Es soll eine Essenshilfe für die Familie, vor allem aber ein Einstieg in die Arbeitswelt sein.

Outreach: Zweimal in der Woche besuchen wir Familien in den Townships, den sogenannten Armenvierteln – Häuser ohne Wasser und Strom. Schränke, Stühle, Tische oder ein Bett für jedes Familienmitglied sucht man oft vergeblich. Aber dafür werden wir immer freundlich willkommen geheißen. Wir lesen gemeinsam mit ihnen in der Bibel, beten und versuchen die Geschichten auf ihren persönlichen Alltag zu übertragen. Wir bringen einigen von ihnen Essenspakete mit Brot, Maismehl, Gemüse, Bohnen, Tee.

Kidsclub: Kinderstunde und Kleinkindbetreuung in den Townships. Es kommen etwa 50 Kinder zusammen, mit denen wir spielen und singen. Wir erzählen biblische Geschichten und beten mit den Kindern. Auch hier bringen wir uns sehr gerne ein, da uns die Kinder sehr am Herzen liegen.

Teenager: Entwickelte sich aus der Kidsclub-Arbeit. Hier wird etwas tiefer in der Bibel gearbeitet, um den Glauben an Jesus mehr und mehr zu festigen.

Sundayschool: Jeden Sonntag kommen ca. 40 - 50 Kinder zu unserer Sundayschool. Wir singen und beten mit den Kindern, spielen und basteln gemeinsam zu einer biblischen Geschichte. Die Kinder sind in 3 Altersgruppen aufgeteilt.

Wie wir dazu gekommen sind, gerade hier unseren Dienst zu tun?
Das weiß nur Gott, denn wir haben uns Südafrika nicht ausgesucht. Wir glauben, dass Gott jeden gebraucht und befähigt, der sich gebrauchen lassen will. Wie in Philipper 4,7 "und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, ...". Dieser Friede begleitet uns und so haben wir 2011 unseren Dienst angetreten und Gott hat unseren "Vertrag" auf wundervolle Weise 2013 um weitere Jahre verlängert.

Was uns motiviert?
Das ist die Freude, Gott zu dienen und ihm immer mehr zu vertrauen und das Leben, was er uns geschenkt hat, für ihn einzusetzen. Ein Leben für Gott ist nicht leicht, aber lohnenswert. Dabei geht es nicht darum, jeden Tag glücklich zu sein, sondern um eine "innere" Zufriedenheit im Herzen.

Informationen zur VDM (Vereinigte Deutsche Missionshilfe): www.vdm.org
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