Das Vaterunser: Und führe uns nicht in Versuchung...

Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Grundgebet aller Christen
Matthäus-Evangelium, Kap. 6, Verse 9 – 13

„Mit vergebener Schuld ist es wie mit abgeschnittenen Haaren und Fingernägeln: sie wachsen wieder nach. Begnadigte Christen sind immer auch gefährdete Existenzen“ (Walter Lüthi).

Es scheint wie bei dieser Kuh, die für das leckere Gras hinter dem Elektrozaun auf die Knie geht. Einfach zu verführerisch! Und von wegen „blöde Kuh“ – ganz schön clever!

Der Bauer hat aus gutem Grund den Zaun aufgestellt. Nicht, um seine Kühe zu ärgern. So wie uns Gott aus gutem Grund Ordnungen gibt und Grenzen aufzeigt. Er will uns nicht ärgern, sondern vor Schaden bewahren.

Von der Kuh wird niemand erwarten, dass sie den Sinn eines Weidezauns kapiert. Von uns Menschen erwartet Gott, dass wir den Sinn seiner Ordnungen verstehen lernen und respektieren.

Gott will, dass wir innerhalb seiner Grenzen leben. Grenzüberschreitungen sind immer das Ergebnis meiner selbstsüchtigen Wünsche, meiner Träume, meiner Sehnsüchte. Und manch einer ist dabei erst auf die Knie gegangen und dann auf die Nase gefallen. Dann kam die Erkenntnis: „Mensch, was war ich bloß für ein Rindvieh!“

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen die Nord-Ost-Gemeinde.
(hpn)


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